Bearbeitungszeiten bis zu 50 Prozent reduziert

Die Bruderer AG, global agierender Schweizer Hersteller von Hochleistungsstanzautomaten, musste 2015 seine angestammte CAM-Welt verlassen und setzt seither auf TopSolid 7. Mit grossem Erfolg. Nicht nur, dass mit dem zukunftsweisenden Programmiersystem deutliche Zeiteinsparungen bei der Bearbeitung realisiert wurden, sondern auch, weil der CAM-Einstieg ins mehrkanalige Drehen und in die Dreh-Fräsbearbeitung nahezu auf Anhieb gelang.


Michael Fankhauser,Bruderer AG
«Die Softwarehat uns voll überzeugt! Der Wechsel beim Drehen, weg von der Maschine hin zum Programmieren direkt in CAM, hat uns teilweise Einsparungen von 50 Prozent und mehr gebracht.»

Herr Fankhauser, welche Effekte konnten Sie durch den Einsatz vonTopSolid 7 erzielen?
Ein wichtiges Ergebnis war die Reduzierung der Bearbeitungszeiten – bei manchen Werkstücken um bis zu 50 Prozent. Das hat einerseits damit zu tun, dass wir mit TopSolid sicherlich über ein CAM-Programm auf neustem Stand der Technik verfügen, inklusive wirkungsvoller Simulation. Auf der anderen Seite waren wir auch bereit, werkzeugseitig neue Wege zu gehen. In Summe konnten wir nicht nur die Bearbeitungszeiten reduzieren, sondern auch die Programmierzeiten insgesamt. Hier spielt wiederum die einfache und bedienerfreundliche Softwareeine grosse Rolle.

Neu war für Ihr Team der Einstieg in die Programmierung der Drehbearbeitung, auch bei komplexen Mehrkanaloperationen.  Welche Erfahrungen durften Sie sammeln?
Aus dem Stand konnten wir bei bestimmten Teilen die Bearbeitungszeit um 50 und mehr Prozent reduzieren, einfach da-durch, dass wir die Programmierung weg von der Maschine und hin in die Arbeitsvorbereitung in TopSolid verlagert haben. Das hat uns nochmals eine deutliche Verbesserung gebracht. 

Ein aktuell wichtiges Thema ist der Trend hin zur digitalen Transformation mit der Vernetzung vonMaschinen und Anlagen. Wie positioniert sich Bruderer hier?
Ich denke, diese Thematik wird kommen und auch immer wichtiger werden. Wir agieren ja bereits seit Jahren mit einer vernetzten Struktur im Bereich Toolmanagement mit unserem TDM-System und der Anbindung der Speroni-Voreinstellgeräte. Aktuell sind wir dabei über Data-Matrix-Code die ersten Mazak-Dreh-Fräszentren auszurüsten, um Werkzeugdaten direkt und schnell an der Maschine einlesen zu können. Der Trend hin zur papierlosen Fertigung ist gerade in der Schweiz ein wichtiges Thema, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Je mehr Daten wir über die Maschinen erheben und vernünftig auswerten können, desto besser und effektiver können wir arbeiten. Und TopSolid unterstützt uns auf diesem Weg ebenfalls, da CAD/CAM-Datendigital und strukturiert bereitgestellt werden.

Auf dem Foto: Michael Fankhauser, Systembetreuung/Betriebstechnik bei Bruderer, Luca Ruggiero, Verkaufsleiter TopSolid Switzerland AG und Sandro Della Polla, CAM Programmierer, Bruderer.

Lesen Sie den gesamten Artikel aus dem Dossier "Werkzeugmaschinen & Produktionstechnik" der "Technische Rundschau" 9/2019